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Thema: 1. FC Kaiserslautern vs. SV Meppen
Rubbel99

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1. FC Kaiserslautern vs. SV Meppen 28.05.2019 20:11 Forum: Andere Fotos

4:2 (4:2)
3. Liga, Deutschland
Fritz-Walter-Stadion, Kaiserslautern
21.382 Zuschauer


Saisonabschluss in der dritten Liga und während meine Sportfreunde Lotte um den Abstieg kämpfen (und dann leider auch abgestiegen sind) ging es für den SV Meppen auf den legendären Betzenberg. Das letzte Auswärtsspiel auf dem "Betze" ist für den SVM satte siebzehn Jahre her - entsprechend war der Hype um das Spiel. Und auch wir machten uns auf den knapp 500km langen Weg in die Pfalz.

Wie viele andere Emsländer auch reisten wir bereits am Freitag vor dem Spiel an und fanden im Best Western ein Hotelzimmer mit Stadionblick. Knapp sieben Stunden dauerte der Hinweg dank zahlreicher Staus und vorbei an Frankfurt und Mainz, angekommen in KL entschädigte aber schon der beeindruckende Blick auf den "Betze" für alles. Das Stadion des FCK thront über der Stadt und ist bereits kurz nach Abfahrt von der A63 deutlich sichtbar. Nach Einchecken im Hotel machten wir uns auf in die Innenstadt - Hunger und Durst machten sich breit. Mit uns waren schon viele Emsländer vor Ort, rund um den Stiftsplatz und in den Kneipen dort war alles fest in blau-weißer Hand. Im Brauhaus am Markt gab es das Abendessen zu einem mehr als guten Kurs und in einer sehr guten Portion bei noch besser Qualität. Schnitzel und Pommes können auch einfach mal der Renner sein!

Wir blieben lange, hatten eine entsprechend kurze Nacht und waren dennoch voller Vorfreude. Denn vom Hotel zum Stadion war es nur ein Katzensprung und dank netter Kollegen im Kreis der Pressesprecher gab es einen Parkplatz direkt hinter der Gegengerade auf der Südseite des Stadions gratis dazu. Karten hatten wir uns bereits im Vorfeld gesichert: für 16.-€ gab es einen Sitzplatz in Block 1.1 auf Höhe des Strafraums. Tolle Plätze, tolle Sicht und ein phänomenales Stadion.

Voller Geschichte(n) präsentiert sich das Fritz-Walter-Stadion. Das WM-Stadion von 2006 kann bis zu 49.850 Zuschauer fassen und ist damit das größte Stadion der Liga. 1920 als Betzenbergstadion eröffnet erlebte das Fritz-Walter-Stadion viele Höhen und Tiefen. Nationale und internationale Spiele gab es am "Betze" ebenso wie zahlreiche Länderspiele. Unvergessen ist die Meisterschaft des FCK im Jahre 1998 als die "Roten Teufel" aus der zweiten Liga aufstiegen und im ersten Anlauf die Schale holten. Damals fanden sich Namen wie Olaf Marschall, Harry Koch, Andy Brehme, Michael Ballack oder auch Ciriaco Sforza - Trainer war damals Otto Rehhagel. Vom Glanz damaliger Zeiten ist nur wenig geblieben: derzeit kämpft der Traditionsverein ums Überleben in der dritten Liga. Doch eins bleibt auch in Liga 3: eine wahnsinnige Unterstützung von den Rängen. 21.382 Zuschauer (darunter gut 2.500 Meppener) sorgten für eine überragende Stimmung im Fußballtempel. Lautern zeigte zu Beginn eine Choreographie und blieb während des gesamten Spiels über brutal laut. Doch auch der Anhang aus dem Emsland brauchte sich keineswegs verstecken. Und zusammen mit dem Match auf dem Rasen wurde es ein toller Saisonabschluss.

Der Betzenberg - so geil das Stadion auch ist so bescheiden ist das Bezahlsystem. Es gibt die "Betzecard". Und damit wird bezahlt. Das Ding ist aus Plastik, muss ständig aufgeladen werden und wird nie mein Freund. Anfreunden kann ich mich aber durchaus mit dem Angebot und den Preisen im Catering auf dem "Betze": 3,70 € für eine 0,5L - Cola, 5.-€ für eine richtig große Mantaplatte oder diverse Snacks für ab 1.-€. Hungern muss beim FCK wirklich niemand! Auch nicht die Vegetarier und auch kein Veganer. Denn auch an die wurde gedacht. Alles in allem findet der Stadionbesucher ein sehr großzügiges Angebot zu wirklich guten Preisen vor.

Bastian Börner pfiff die Partie recht zeitig ab, dennoch blieben wir noch eine ganze Weile im Stadion und genossen noch einmal die Atmosphäre. Erst gut eine Stunde nach Abpfiff machten wir uns auf den Rückwehg. Und der ging diesmal über Mainz und Wiesbaden durch den Taunus und vorbei an Limburg und Köln. Und nach einem Zwischenstopp und einem Abendessen im Remscheider Stadtteil Lennep waren wir noch am Abend wieder daheim. Ohne die Pause fuhren wir gut fünf Stunden zurück.

Thema: Unterwegs mit dem OSC...
Rubbel99

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23.05.2019 20:15 Forum: Andere Fotos

Ein letztes Mal auf Reisen - das ging es unlängst auch in dieser Oberligasaison mit den Damen. Das Pokalfinale in Barsinghausen ausgelassen führte uns unser "letzter Weg" in den hohen Norden.

TSV Abbehausen vs. Osnabrücker SC
2:5 (1:2)
Frauen Oberliga Niedersachsen, Deutschland
Sportzentrum Abbehausen, Nordenham
70 Zuschauer


Über die A1, die A29 und vorbei an Oldenburg, Brake und auch Esenshamm (da werden Erinnerungen an die eigene Laufbahn wach) erreichten wir nah gut zwei Stunden den Nordenhamer Stadtteil Abbehausen und das dortige Sportzentrum. Beim Aufsteiger TSV Abbehausen ging es um die letzten Punkte auf fremden Boden und wir wollten gewinnen. Und das lief am Ende besser als gedacht.

Doch zunächst warf ich ein Blick auf die Sportanlage: Zwei Rasenplätze und ein "Kunstrasen" kann der TSV sein Eigen nennen. Der Kunstrasen ist runter, arg in die Jahre gekommen und muss dringend getauscht werden. Die Stadt Nordenham als Eigentümer kann jedoch keine Mittel freigeben und so wird der Platz vor und in der Halbzeit eines jeden Spiels ordentlich gewässert. Doch das sollte uns nicht stören, wir spielten nebenan auf Rasen. Ausgebaut ist keiner der Plätze, ein kleiner Bach trennt den Kunstrasen von den anderen Plätzen. Eine kleine Bude am Kunstrasen sorgt für die kulinarische Untermalung an Spieltagen.

Wir gewannen das Spiel vor gut siebzig Zuschauern (mal mehr, mal weniger, nebenan spielten die Bezirksligaherren) mit 5:2 und konnten spielerisch überzeugen. Stimmung gab es keine, wenn man mal von den sieben Torjubeln absieht.

Nach dem Spiel ging es zugig zurück. Und wie schon der Hinweg lief auch der Rückweg ohne Probleme.

Thema: Unterwegs mit dem OSC...
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13.05.2019 19:07 Forum: Andere Fotos

Vor einer Woche ging es ein letztes Mal mit der U17 in dieser Saison in der Liga (es folgen noch ein Pokalfinale und ein Relegationsspiel) auswärts ran. Wir waren zu Gast im Landkreis Leer.

JSG Nortmoor vs. Osnabrücker SC
1:2 (1:0)
U17 Niedersachsenliga, Deutschland
Sportplatz Nortmoor, Nortmoor
50 Zuschauer


Über die A1 und die B72 ging es bis nach Filsum, von dort aus weiter über ein paar Landstraßen ins beschauliche Nortmoor. Wir wollten unsere Spitzenposition untermauern und waren vorbereitet. Doch spielerisch lief es erst nach der Pause wirklich rund und wir konnten einen knappen, aber verdienten Erfolg feiern.

Die JSG Nortmoor ist Teil des SV Nortmoor und spielt auf der Sportanlage am Hasselter Heuweg. Hier hat der Klub seine Anlage mit drei Rasenplätzen, einem Beachplatz, einer Halle und einem echt netten Vereinsheim. Der Hauptplatz ist sogar mit einer kleinen Überdachung ausgebaut. Zudem verfügen alle Plätze über Flutlicht.

Fünfzig Zuschauer waren ungefähr am Platz, Stimmmung gab es keine. Doch die JSG-Eltern kümmerten sich mit Kaffee, Kuchen und Wurst vom Grill (je 1.-€) liebevoll um das Wojhl von Zuschauern, Spielerinnen und Trainern.

Spiel gewonnen, Hürde genommen, drei weitere Punkte eingefahren. Mehr wollten wir nicht. Und mehr taten wir auch nicht. In wenigen Wochen ist die Saison zu Ende, im Pokalfinale und der Relegation zur Bundesliga wird es dann entscheidend. Alles vorher sind nur noch Pflichtspiele.

Thema: Unterwegs mit dem OSC...
Rubbel99

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04.05.2019 08:45 Forum: Andere Fotos

Niedersachsenpokal, Halbfinale, Part II - was mit der U17 bereits erfolgreich endete sollte am Mittwoch auch mit den Damen erfolgreich werden. Und das wurde es!

FC Pfeil Broistedt vs. Osnabrücker SC
1:3 (0:2)
NFV-Pokal Halbfinale Frauen, Deutschland
Sportplatz Broistedt, Lengede
400 Zuschauer


Beim Ost-Niedersachsenligisten FC Pfeil Broistedt wollten wir ins Finale einziehen. Drei Stunden Fahrt lagen zwischen Osnabrück und dem kleinen Teil der Gemeinde Lengede südlich von Peine und bei Salzgitter, drei Stunden voller Vorfreude auf einen tollen Pokaltag. Zwei Busse machten sich auf den Weg, wir wurden von einer breiten Fanbase unterstützt. Und das sollte später noch für legendäre Momente sorgen.

Doch zunächst ging es um das Ticket und vor uns lagen mindestens neunzig Minuten Pokalfight. Doch wir wussten worum es geht, entsprechend konzentriert gingen die Damen ins Spiel. Der Lohn dafür war eine über weite Strecken dominante OSC-Mannschaft und ein am Ende verdienter 3:1 - Erfolg der Rot-Weißen. Und das vor einer überragenden Kulisse: 400 Zuschauer (davon gut 100 Osnsabrücker) sorgten für einen tollem Rahmen und ordentlich Stimmung am Platz.

Apropos Platz: das ist in Broistedt nichts besonderes. Kein Ausbau, lediglich ein großes Vereinsheim mit sehenswertem Außenbereich und Biergarten bieten ein Highlight. Ansonsten spielt Pfeil Broistedt auf einem gewöhnlichen Sportplatz mit Flutlicht.

Besonders war aber, was sich nach Abpfiff tat. Schiedsrichterin Celina Dettmering pfiff das Match ab, beim OSC brachen alle Dämme. Das Team hatte soeben Geschichte geschrieben und kann nun den ganz großen Wurf landen. Entsprechend gefeiert wurde noch in Broistedt und auch die gesamte Rückfahrt gestaltete sich zur rollenden Party. Einfach herrlich!

Wir sind im Finale, wir spielen um den DFB-Pokal und wollen jetzt auch unseren Finalgegner Eintracht Braunschweig schlagen. Das Match steig am 01.06. - für den Autor dieser Zeilen und den gesamten OSC ist das ein besonderer Tag. Der OSC kann da gleich doppelter Pokalsieger werden. Um 12:00 Uhr spielen unsere U17-Juniorinnen gegen den SV Meppen, um 15:00 Uhr kommt es dann zum Finale der Damen zwischen dem OSC und Braunschweig.

Thema: Groundhopping an der Basis
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29.04.2019 21:13 Forum: Andere Fotos

BV Garrel auswärts – denn das Kind braucht einen Namen. Oder: wie benenne ich eine Groundhoppingtour ins Bergische Land am einfachsten. Wie dem auch sei: gestern Nachmittag brachte mich eine Anfrage zum letzten Auswärtsspiel des BV Garrel nach Solingen. Doch für nur ein Spiel fährt man ja bekanntlich sonntags nicht los. Also wurden es am Tagesende drei Matches in drei neuen „Grounds“. Und was für welche! Den Auftakt gab es aber in der Nachbarstadt Solingens.

Türkiyemspor Remscheid II vs. SC Heide
2:9 (1:4)
Kreisliga B Remscheid, Deutschland
Kunstrasenplatz des Stadion Reinshagen, Remscheid
30 Zuschauer


240km Strecke, 2,5 Stunden Fahrt und eine Ansetzung um 13:00 Uhr in einem dem Vernehmen nach schönen Stadion: zehn Minuten vor Anstoß parkte ich in der Wallburgstraße unweit des Stadion Reinshagen in Remscheid. Hier sollte die wilde Fahrt starten. In der Kreisliga B empfing die zweite Mannschaft von Türkiyemspor Remscheid den SC Heide und angesetzt war das Match ursprünglich auf dem Rasenplatz des Stadions. Doch ich wurde gewarnt: spontane Verlegungen noch am Spieltag sind keine Seltenheit. Und so gab es vor Ort die Erkenntnis, dass das Spiel zwar lief, aber auf dem Kunstrasen nebenan. Doch Alternative, zumindest mit lohnendem Ausbau, gab es keine und so gab ich mir das Match. Zumindest eine Halbzeit. Bei freiem Eintritt ging es aber zunächst auf eine ausgiebige Runde durch das Stadion Reinshagen – und das ist eine echte Perle! Ausgebaut auf zwei Seiten finden hier knapp 8.000 Besucher Platz. Das Stadion ist ebenfalls Heimat der LG Remscheid und auch Hauptspielort der Footballer von „Remscheid Amboss“. Bei Betreten der Anlage sticht sofort die Haupttribüne mit ihren elf Reihen ins Auge. Links daneben finden sich drei relativ neue Stufen und auch auf der Gegenseite gibt es einiges zu sehen: sieben grasüberwachsene Stehstufen, mittig werden daraus vier Reihen Sitzbänke, lassen die Herzen der Groundhopperszene höher schlagen. Und auch, wenn das Stadion nicht bespielt wurde, so hab ich den Besuch keinesfalls bereut. Auf dem Nebenplatz ging es mittlweile rund: Türkiyemspor und Heide gingen in die Vollen und spielten vor etwa dreißig Zuschauern eine durchaus unterhaltsame Hälfte. Mit dem Pausenpfiff verließ ich die Anlage und fuhr weiter in den Stadtteil Lennep.

FC Remscheid vs. DJK Teutonia St. Tönis
3:0 (1:0)
Landesliga Gruppe 1 Niederrhein, Deutschland
Röntgen-Stadion, Remscheid
200 Zuschauer


Das Röntgen-Stadion des FC Remscheid war das nächste Ziel. Und auch das ist ein absolut überragendes Stück! Der FC Remscheid hat eine goldene Vergangenheit und vor wenigen Jahren (2016) mit der Verpflichtung von Thorsten Legat für Schlagzeilen gesorgt. Am gestrigen Sonntag ging es in der Landesliga gegen Teutonia St. Tönis. Der Amateurfußball hat den einstigen Zweitligisten (zuletzt 1991 bis 1993) im Griff, die richtig schönen Zeiten erlebte der FCR noch als BV Lüttringhausen 08 Remscheid. Unter anderem ging es gegen die Bayern und viele Relikte aus alten Zeiten erinnern im Vereinsheim auf dem Stadiongelände an diese Zeiten. Und auch das Röntgen-Stadion erzählt diese Geschichten. Für 6.-€ (ermäßigt 4.-€) bekam ich Einlass in die Remscheider Hütte und war von Beginn an begeistert. Denn alleine das Stadion ist den Eintritt wert. Gut 12.500 Zuschauer dürfen jetzt noch ins Röntgen-Stadion, alle vier Seiten sind ausgebaut. Die Haupttribüne erstreckt sich über die komplette Längsseite und bietet gut 1.800 Sitzplätze auf insgesamt zehn vollüberdachten Reihen. Die Besucher können hier zwischen Sitzbänken und Schalensitzen wählen. Auch auf der Gegengerade gibt es im mittleren Bereich überdachte Sitzbänke, allerdings auf deutlich weniger Reihen. Vier Reihen sind es hier, oberhalb dieser befinden sich Presseplätze und Sprecherkabine. Neben der kleinen „Tribüne“ finden sich auf beiden Seiten jeweils sieben unüberdachte Stehstufen. Als eine von zwei Kurven ist die Nordkurve für Besucher zugänglich. Von eben dieser kommt man über eine lange Treppe auch ins Stadion. Die Nordkurve ist in zwei Blöcken unterteilt und bietet insgesamt 25 nicht überdachte Stehstufen. Eine elektronische Anzeigentafel ist das i-Tüpfelchen der Kurve, allerdings war diese nicht in Betrieb und scheint auch nicht mehr in Betrieb zu sein. Die Südkurve ist gesperrt: hier holt sich die Natur gerade die Ränge zurück. Und das sind einige: zehn Stufen im unteren Bereich und zehn Stufen im oberen Bereich werden durch einen Umlauf getrennt. Ein Zaun trennt Zuschauer und Innenraum. Das Röntgen-Stadion dürfte das mit Abstand schönste und größte Stadion der Landesliga sein. Hinter der Haupttribüne befindet sich der ehemalige Hartplatz des mittlerweile aufgelösten VfL Lennep, hinter der Nordkurve sind die Kabinen, der „Haupteingang“ und das Vereinsheim. Hier gab es auch das Catering. Und auch das kann was: Bratwurst vom Grill (2,50 €), Currywurst (3.-€), Pommes (1,50 €) oder Kuchen (jeweils 1.-€ pro Stück) lassen den Hunger verschwinden. Getränke gibt es ebenfalls. Das Bier kostet 2,50 € im 0,4L-Becher, Softdrinks in gleicher Größe kosten fünfzig Cent weniger. Einen Kaffee bekommt der Fan für einen schmalen Euro.

200 Zuschauer waren bei der Landesligapartie dabei, es gab sogar Stimmung. Denn auch wenn die „Szene Remscheid“ ihre Aktivitäten eingestellt hat so hallte hin und wieder mal der ein oder andere Anfeuerungsruf durch das Rund. Gästefans sah ich keine, vielleicht auch weil mich das nicht sonderlich interessierte. Das Spiel war ordentlich: zwei der drei Tore sah ich noch bevor ich nach einer Stunde das Stadion verlassen musste. Denn ich hatte ja einen Auftrag zu erfüllen. Und dafür ging es zurück durch die Stadt.

HSV Solingen-Gräfrath vs. BV Garrel
33:22 (17:10)
3. Liga Handball Frauen, Deutschland
Klingenhalle, Solingen
1.000 Zuschauer


Über die B229 und durch die Städte Remscheid und Solingen erreichte ich nach gut einer Stunde Fahrt die Klingenhalle. Hier traten die Drittligahandballerinnen des BV Garrel zu ihrem letzten Auswärtsspiel an. Die Halle war schon vor Anwurf gut gefüllt, Solingen war auf den Beinen. Das hatte seinen Grund: denn der HSV konnte mit einem Sieg Meister der dritten Liga werden und würde zugleich den Aufstieg feiern. Kurzum: es ist gelungen und die 1.000 Zuschauer sorgten für eine überragende Stimmung in der Halle. Und auch die kann was: Ausbau gab es gestern auf zwei Seiten. Zahlreiche Sitzreihen auf der einen, drei Reihen voller Schalensitze auf der Gegenseite – mobile Tribünen könnten zudem hinter den Toren aufgebaut werden. Die Halle fasst im maximalen Ausbau fasst 2.800 Zuschauer fassen. Gestern waren laut Angaben des HSV eintausend von Ihnen in der Halle – eine überragende Kulisse!

Ich war zum Arbeiten da und kam nicht dazu mich dem Catering zu widmen, außerdem lagen meine beiden Bratwürstchen aus dem Röntgen-Stadion noch im Magen. Nach dem Spiel genoss ich noch ein wenig die Stimmung ehe ich ich auf den Rückweg machte. Und der führte mich über Wuppertal, Dortmund und Monasteria zurück ins Oldenburger Münsterland.

Thema: Groundhopping an der Basis
Rubbel99

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27.04.2019 08:31 Forum: Andere Fotos

Bezirksligafußball in Vechta - soweit ja nichts ungewöhliches in dieser Saison. Gestern Abend aber gab es ein Match in einem Stadion, in dem normalerweise Pferde und Langbahnmaschinen ihre Runden drehen. Und damit wird ein normaler Kick doch zu etwas ganz Besonderem.

SFN Vechta vs. SV Altenoythe
4:1 (2:1)
Bezirksliga Weser-Ems, Deutschland
Reiterwaldstadion, Vechta
150 Zuschauer


Im Reiterwaldstadion ging es im Spiel zwischen den Sportfreunden Niedersachsen Vechta und dem Sportverein Altenoythe um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Weil das gegenüberliegende Stadion am Bergkeller kein Flutlicht hat wichen die SFN-Kicker gestern Abend in die "große Schüssel" aus. Ganz nebenbei sorgten die Grün-Weißen damit auch für einen seltenen Moment. Denn normalerweise wird im Reiterwaldstadion lediglich trainiert, seit der Auflösung der Herrenmannschaft von Asyaspor Vechta fand hier kein Punktspiel mehr statt. Bis gestern.

150 Zuschauer fanden bei ungemütlichem Wetter den Weg ins Reiterwaldstadion, darunter waren auch einige Altenoyther. Und die sahen einen blutleeren Auftritt ihrer Jungs. Der SVA steckt im Abstiegskampf der Bezirksliga, der gestrige Eindruck ließ davon aber nicht spüren. Im Gegenteil: man hätte meinen können, dass sich der SVA lieber ein lockeres Trainingsspiel gönnen will. Anders Vechta: klar dominant gewannen die Gastgeber das Spiel.

Das Reiterwaldstadion ist das größte Stadion der Stadt Vechta. Etwa 12.000 Menschen finden auf den Rängen des Reiter- und Langbahnstadions Platz und richtig voll wird die Hütte lediglich zum Sandbahnrennen des AC Vechta im September jeden Jahres. Wer ein Dach, Schalensitze oder Komfort sucht, der wird im Reiterwaldstadion enttäuscht. Denn die "Schüssel" ist das, was jeder Nostalgiker liebt: sandige oder mit Gras überwachsene Stehränge, Holzbänke zum Sitzen, kein Dach, kein Komfort - einfach nur Stadion. Flutlicht hat das Stadion: zum Einen, um den Innenraum auszuleuchten und zum Anderen, um auch auf der 600m langen Bahn für gute Lichtverhätnisse nach dem Sonnenuntergang zu sorgen. Die Gastgeber sorgten gestern Abend für etwas Catering: Bratwurst vom Grill (1,50 €), kalte Getränke (ebenfalls 1,50 €) und Kaffee (1.-€) gab es aus einem mobilen Verkaufsstand.

Gestern ließen die SFN Vechta durchblicken, dass von nun an hin und wieder (vor allem bei Ansetzungen von Abendspielen) ins Reiterwaldstadion ausgewichen wird. Viele Groundhopper wird es freuen - so kann das Stadion auch mit ihrem Lieblingssport gekreuzt werden.

Thema: Unterwegs mit dem OSC...
Rubbel99

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25.04.2019 18:47 Forum: Andere Fotos

Dienstagnachmittag, 16:00 Uhr - wir mussten im Niedersachsenpokal zur undankbaren Zeit nach Buchholz. Das Halbfinale stand an und der NFV schien bei der Terminierung völlig neben sich gestanden zu haben. Aber egal, Urlaubsantrag raus und ab auf die Bahn!

MSG Buchholz vs. Osnabrücker SC
0:9 (0:4)
Niedersachsenpokal U17-Juniorinnen, Deutschland
Sportanlage Holzweg, Buchholz
60 Zuschauer


Bei der MSG Buchholz (dem Zusammenschluss im Mädchenfußball zwischen dem Buchholzer FC und dem TSV Buchholz) sollte es um das Finalticket gehen. Die MSG Buchholz spielt in der Bezirksliga, die Favoritenrolle lag vor dem Spiel klar auf unserer Seite.

Über die A1 und die Abfahrt "Dibbersen" erreichten wir nach etwas mehr als 2,5 Stunden Fahrt die Sportanlage am Holzweg, die sportliche Heimat des Buchholzer FC. Angespannt kamen wir an, die Mädels hatten den Fokus klar auf das Spiel und das Ziel "Finale" gelegt. Und das sollte sich später auszahlen.

Die Anlage am Holzweg ist im Prinzip ein gewöhnlicher Sportplatz mit einem relativ neuen und imposanten Funktionsgebäude. Zwei Stehstufen gibt es vor eben diesem, sonst sucht man vergebens nach Ausbau. Sechs Lichtmasten, eine Anzeigetafel und eine Barriere - fertig ist die Bude des BFC. Das Funktionsgebäude kann aber was: im Erdgeschoss befinden sich die Kabinen, die Geschäftsstelle und weitere Funktionsräume. Im Obergeschoss liegt das Vereinsheim mit großer Terasse - das Ding kann sich echt sehen lassen. In eben diesem Vereinsheim und an einem kleinen Außenkiosk bekommen die Besucher auch alles, was das Herz begeht: von Brat- über Currywurst bis hin zu Kalt- und Heißgetränken.

Mit dem Ziel ins Finale zu kommen fuhren wir in die Nordheide, mit dem Finalticket in der Tasche wieder zurück. Spielerisch ließen wir in den achtzig Minuten zu keiner Zeit etwas anbrennen und sorgten früh für klare Verhältnisse. Das 9:0 ist eine deutliche Ansage und macht Lust auf mehr. Und mehr gibt es nun Anfang Juni im Barsinghauser "August-Wenzel-Stadion", dann steigt das Finale. Unser Gegner ist dann die U15 des SV Meppen und ganz sicher ein anderes Kaliber.

Fokussiert reisten wir an, als Partybus wieder ab. Die A1 wurde zur Partymeile und auch beim Zwischenstop bei einem überragenden Diner nahe der A1 in Oyten bekamen wir das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Und auch wenn es an einem Dienstag war und der NFV ein weiteres Mal Sympathien verspielte so war es ein absolut gelungener Tag.

Für den Autor dieser Zeilen geht es am kommenden Mittwoch, den 01. Mai, erneut auf Reisen zu einem Halbfinale im Niedersachsenpokal. Dann geht es mit den Damen des OSC zum FC Pfeil Broistedt. Und der Gedanke nach 2006 ein weiteres Mal (vielleicht sogar doppelt) Pokalsieger werden zu können, gefällt doch sehr...

Anbei habe ich euch ein paar Handybilder angefügt.

Thema: Unterwegs mit dem OSC...
Rubbel99

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01.04.2019 13:55 Forum: Andere Fotos

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel - nach den Damen nun mit der U17. Das Ziel hieß Braunschweig und kurz vorweg: nein, wir waren nicht beim Duell der beiden "Löwen".

BSC Acosta vs. Osnabrücker SC
0:3 (0:2)
U17 Niedersachsenliga, Deutschland
"Franzsches Feld", Braunschweig
50 Zuschauer


Eintracht Braunschweig empfing den TSV 1860 München - das Spiel lief zwar auch am Samstag, war uns aber völlig egal. Denn wir hatten ein anderes Ziel. Nach etwas mehr als zwei Stunden Fahrt (und vorbei am Eintracht-Stadion) erreichten wir die Sportanlage "Franzsches Feld", die sportliche Heimat des BSC Acosta.

Hier sollte es für uns um weitere Punkte in der Niedersachsenliga gehen. Rund um die Anlage herrschte mächtig Betrieb und wir hatten zunächst Mühe überhaupt unsere Kabinen zu finden. Denn die lagen in der angrenzenden Sporthalle der IGS Franzsches Feld auf einem ehemaligen Kasernengelände. Die anfänglichen Probleme waren aber schnell vergessen und über einen kleinen Trampelpfad erreichten wir die Anlage. Und das ist ein richtiges Brett.

Ein kleines Stadion, drei Rasenplätze und drei Kunstrasenplätze sowie weitere Trainingsflächen hat der BSC Acosta auf dem "Franzschen Feld" zur Verfügung. Wir staunten nicht schlecht und mussten neidvoll anerkennen, dass sich die Stadt Osnabrück da mal gewaltig was abgucken kann. Auf allen Plätzen herrschte reges Treiben, wir sollten später auf einem der Kunstrasenplätze spielen. Doch es war noch früh und während sich die Mädels ein laufendes Jugendspiel ansahen machte ich mich auf den Weg ins kleine Stadion.

Das "Konrad-Koch-Stadion" ist der Kernpunkt der Anlage und auf allen vier Seiten ausgebaut. Auf der Gegenseite und hinter den Toren finden sich jeweils drei unüberdachte Stufen, auf Seite der Haupttribüne ist der Ausbau ein wenig gewaltiger. Sechs Stufen sind es da, in der Mitte überdacht und mit 200 Schalensitzen in den Farben "Grün-Weiß-Schwarz" ausgestattet. Wenn man das Sportfeld betritt fällt der Sprecherturm sofort ins Auge. Und es gibt es weiteres Highlight: eine kleine Videowand informiert die Besucher im Stadion. Nicht schlecht für einen Bezirksligisten im Herren- und einen Landesligisten im Damenbereich.

Wir waren aber nicht gekommen um uns von der Anlage umhauen zu lassen. Wir wollten Punkte - und das gleich dreifach. Drei Buden machten wir in einer schwierigen und umkämpften Partie, am Ende des Tages war der Lohn die Tabellenführung. Und dafür hat sich die Tour gelohnt. Fünfzig Zuschauer waren ungefähr am Platz. Stimmung gab es, mit Ausnahme von einigen "übermotivierten Eltern" keine.

Wir machten uns nach dem Spiel zeitig auf den Rückweg und fuhren, wie schon auf dem Hinweg, etwas mehr als zwei Stunden.

Anbei findet ihr ein paar Bilder. Viel Spaß damit!

Thema: Unterwegs mit dem OSC...
Rubbel99

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30.03.2019 08:11 Forum: Andere Fotos

Und weiter geht die wilde Fahrt: letzten Sonntag konnte auch auf dem Twist das letzte noch fehlende Stadion in meiner Sammlung gekreuzt werden. Nunja, zumindest der Nebenplatz...

FSG Twist vs. Osnabrücker SC
0:9 (0:4)
Frauen Oberliga Niedersachsen, Deutschland
Sportplatz Heseper Straße, Twist
100 Zuschauer


Wir spielten bei der FSG Twist und diesmal nicht, wie sonst üblich, in Neuringe. Wir durften auf den Platz an der Heseper Straße antreten. Dort spielt der SV Germania Twist für gewöhnlich und auch diese Anlage kann sich durchaus sehen lassen. Der Hauptplatz ist zwar, bis auf eine kleine Tribüne, nicht ausgebaut. Doch diese Tribüne weiß zu überzeugen: 104 blau-weiße Schalensitze auf vier Reihen in zwei Blöcken verteilt bieten überdachte Sitzmöglichkeiten. Darüber befinden sich einige Stehplätze, ebenfalls gedeckt. Ein kleiner Cateringbereich und das großzügige Klubhaus mit Funktionstrakt runden das Bild ab.

Zwei Rasenplätze gibt es auf der Anlage. Der Hauptplatz wurde kurzfristig gesperrt, so ging es für uns auf dem Nebenplatz um die Punkte. Und das lief richtig gut: 9:0 hieß es am Ende einer über weite Strecken einseitigen Partie für uns, einzig unsere Chancenverwertung war ausbaufähig. Aber das ist bei dem Ergebnis "Meckern auf hohem Niveau". Der Großteil der Mannschaft ließ den Tag bei einem leckeren Essen auf dem Twist ausklingen, ehe es auf den Rückweg ging.

Anbei findet ihr noch ein paar Bilder, viel Spaß beim Stöbern!

Thema: Groundhopping an der Basis
Rubbel99

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25.03.2019 21:24 Forum: Andere Fotos

Sonntag, der OSC muss wieder auf dem Twist ran und wieder gibt es die Gelegenheit die eigene Stadionsammlung etwas zu erweitern. Gesagt, getan - gestern ging es mal wieder in die schöne Niederlande um sich gepflegten Amateurfußball in den Niederungen (und zwar ganz tief unten) anzusehen. Welche Liga das war? Keine Ahnung, aber es war amüsant.

SC Erica V vs. Woonwagenkamp Emmen (WKE) IV
2:2 (0:1)
5e Klasse Mannen Zondag Reserve, Niederlande
Sportpark "De Veenschappen", Erica
13 Zuschauer (handgezählt)


Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn deine kleine Groundhoppergruppe etwa 1/3 der gesamten Kulisse ist. Aber der Reihe nach. Wie schon vor unserem letzten Pflichtspiel auf dem Twist startete ich um kurz nach acht am Morgen mit der Reise ins Land von "Patat et Frikandel". Im Vorfeld schlossen wir uns innerhalb der Osnabrücker Groundhoppingszene kurz und es gab doch tatsächlich noch drei Unentwegte, die sich auf die Tour gemacht haben (allerdings mit zwei anderen Spielen hinterher). Wir trafen uns am Sportpark "De Veenschappen" im beschaulichen und Sonntagmorgen noch sehr ruhigen Erica in den Niederlanden. Der Sportpark ist die Heimat zweier Klubs: zum einen spielt der SC Erica dort, zum anderen hat aber auch Erica 84 dort seine sportliche Heimat. Als wir ankamen sahen wir schon, dass die fünften Herren des SC Erica ihren Gegner, die vierten Herren des VV Woonwagenkamp Emmen, auf dem Kunstrasenplatz empfingen. Egal, wir waren da un die Hütte sollte gekreuzt werden. Also: rein in die Box!

Der Sportpark "De Veenschappen" hat neben dem Kunstrasenplatz auch ein richtig feines Stadion zu bieten. An der "Kalffstraat" liegt das Ding, 4.000 Zuschauer finden im Stadion Platz. Und das auf zahlreichen, unüberdachten und mitunter schiefen Stehstufen sowie einer richtig tollen Holztribüne. Dem Autor dieser Zeilen ging das Herz auf und man beschloss schnell, hier doch mal ein Heimspiel des SC Erica besuchen zu wollen. Gespielt wird auf Naturrasen und das Stadion hat neben seinem Ausbau ein weiteres Highlight: neben der Tribüne macht ein großes Graffitti jedem Besucher klar wer Herr im Hause ist. Ansonsten lädt ein großes Vereinshaus mit Kantine zum Verweilen ein.

Gerne hätten wir uns den Köstlichkeiten gewidmet, allerdings blieben die Türen des Klubhauses zum Kick der "Fünften" zu. Nun gut, dann eben kein Leckerchen vorweg. Ein Leckerchen war das Spiel auf dem Kunstrasen aber auch nicht. Kaum Spielzüge, viel Gebolze und mitunter witzige Szenen - Amateurfußball in seiner reinsten Sorte präsentierten uns die Kicker da. 13 Zuschauer (davon 4 Bekloppte) sahen sich das Spektakel an - wir sahen bis zur Pause sogar noch ein Tor für die Gäste. Nicht schön herausgespielt, mit viel Hilfe von "Kommissar Zufall" und dem Torhüter, aber egal. Der Ball war drin.

Mit dem Pausenpfiff verließ ich die Anlage, schließlich wollte ich pünktlich zum Treffpunkt auf dem Twist sein. Vorher schaute ich jedoch auf dem Weg von Erica nach Twist im Stadion des SVV '04 Schoonebeek vorbei. Das Stadion "De Kampen" lag auf dem Weg, war offen und konnte damit gut "gespotted" werden. Der SVV verfügt über einen etwas besseren Sportplatz mit kleiner Tribüne und großem Klubheim. Viel mehr gibt es dann aber auch nicht.

Und während die anderen drei Teilnehmer der Reisegruppe "Amateurfußball" noch zwei weitere Spiele (eins in den Niederlanden und eins im Emsland) ansteuerten, blieb Twist die letzte Station für mich. Dazu später aber mehr.

Anbei hab ich euch zahlreiche Fotos aus Erica und Schoonebeek angefügt. Viel Spaß damit!

Thema: Unterwegs mit dem OSC...
Rubbel99

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Hits: 3532

16.03.2019 10:19 Forum: Andere Fotos

Das Match in Büppel musste kurzfristig abgesagt werden. Die Saison ging weiter - wieder ging die Reise in den Dunstkreis von Hannover.

TSV Bemerode vs. Osnabrücker SC
2:1 (2:0)
U17 Niedersachsenliga, Deutschland
Sportzentrum Bemerode, Hannover
70 Zuschauer


Das Match beim TSV Bemerode war das Spitzenspiel. Der Tabellenführer reist zum Tabellenvierten. Doch bevor es von Osnabrück aus gen Hannover ging führte mein Weg mich über das ostwestfälische Espelkamp. Und dort bot sich die Möglichkeit zum "Groundspotten".

Es ging auf einen kurzen Abstecher ins "Albert-Pürsten-Stadion", Heimat des FC Preußen Espelkamp. Die Espelkamper Herren kicken in der Landesliga und haben durchaus ein schmuckes, kleines Stadion. An der Isenstedter Straße gelegen bietet das nach einem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneten und damals in Espelkamp wohnhaften Politiker und Lehrer benannten Stadion etwa 4.000 Besuchern Platz. Ausgebaut ist die mit einer Laufbahn versehenen Anlage im Kurvenbereich: dort findet der Besucher zwei breite und mit einigen Parkbänken versehenen Stufen. Eine Überdachung sucht man vergebens, dafür sorgt eine Flutlichtanlage für Licht bei Abendspielen. Neben Preußen Espelkamp nutzen auch die Leichtathleten aus Isenstedt das Stadion.

Von Espelkamp aus ging es über Osnabrück nach Hannover. Im dortigen Stadtteil Bemerode sollte es für uns den nächsten Punktgewinn geben. Daraus wurde, auch verdient, nichts. Zu wenig investierten wir und strauchelten. Doch wir stehen wieder auf.

Gespielt wurde im Sportpark Bemerode an der Wilhelm-Goehrs-Straße. Die Anlage des TSV Bemerode verfügt über zwei Plätze und einige kleine Trainingsflächen. Wir spielten auf dem Kunstrasenplatz, der in der Regel von der Hockeyabteilung des Klubs genutzt wird. Nebenan lag der Hauptplatz: ein mit fünf Stufen ausgebauter Rasenplatz mit Laufbahn und ohne Flutlicht. Ebenso wenig wie Flutlicht gibt es eine Überdachung, wenige Bänke liefern Sitzgelegenheiten. Der Kunstrasenplatz ist nicht ausgebaut und bot bei Regenschauern auch keinen Schutz - irgendwie lief es für uns in Bemerode gar nicht rund. Aber egal, wir bleiben optimistisch und blicken nach vorne!

Anbei habe ich euch einige Bilder aus Espelkamp und Hannover angefügt. Viel Spaß beim Stöbern!

Thema: Unterwegs mit dem OSC...
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27.02.2019 19:45 Forum: Andere Fotos

Neues Jahr, neues Glück, neue Grounds!

Nach vielen Hallenturnieren ging es in den letzten Wochen endlich auch wieder auf dem "Grün" rund. Drei Spiele fasse ich euch hier zusammen. Einfach, weil es einfacher ist. Zwei neue Grounds sprangen dabei heraus. Den Anfang gab es am Dümmer.

SV Friesen Lembruch vs. Osnabrücker SC
0:11 (0:7)
Testspiel, Deutschland
Friesen-Sportplatz, Lembruch
30 Zuschauer


Beim Bezirksligisten SV Friesen Lembruch und damit fast direkt vor meiner Haustür gab es das erste neue Kreuz auf der Liste. Sehr oft bin ich am Platz vorbei gefahren, seit einer Woche ziert die Anlage nun auch meine Stadionliste. Das Testspiel der Damen gab den Anlass, am Ende gab es vor etwa dreißig Zuschauern einen nie gefährdeten Erfolg unsererseits. Der Platz ist nicht ausgebaut, bietet aber rundherum auf einigen Bänken Sitzgelegenheiten. Das Herz der Anlage bildet das Vereinsheim mit Funktionsgebäude. Dort gibt es auch Getränke. Ich beließ es bei Kaffee (die Tasse für den schmalen Euro) und werde das Gesamtangebot sicherlich bei einem Ligaspiel noch einmal testen. Der Auftakt der Testspielserie war gemacht, am 17.03. geht es dann auch endlich in der Liga weiter.


JFV Hannover United vs. Osnabrücker SC
3:8 (1:3)
U17 Niedersachsenliga, Deutschland
Sportplatz "Am Mühlenberg", Wedemark
50 Zuschauer


In der Liga - da befindet sich seit dem vergangenen Wochenende unsere U17-Juniorinnen. Den Auftakt machte dabei ein Auswärtsspiel bei der JFV Hannover United. Der Name irritiert etwas, denn gespielt wurde in Wedemark. Dem Örtchen, dass die ehemaligen Weltklasseeishockeytruppe der Scorpions nun aufgenommen hat. Wie auch immer, auf das Eis wollten wir nicht. Wir spielten ein letztes Mal bei der JFV. Traurig, denn die JFV wird in der nächsten Saison nicht mehr melden können. Zu viele Spielerinnen sind durch einen naheliegenden und im Mädchenfußball derzeit mächtig investierenden noch Bundesligaklub abgeworben worden - die "Roten" aus der Landeshauptstadt haben das nächste Projekt zerstört. Ob man darauf stolz sein kann lass ich mal dahin gestellt. Ich finde es persönlich Scheiße und hoffe, dass der Verein damit früher oder später mal derbe auf die Fresse fällt. Favorisiert gingen wir ins Spiel, schwer kamen wir hinein und dennoch mit dem Sieg wieder heraus. Deutlich war das Ergebnis, ganz so deutlich wie man vermuten mag war es auf dem Rasen nicht immer. Mit dem Sieg holen wir uns die Tabellenführung in der Niedersachsenliga zurück und haben nun drei Punkte Vorsprung auf die "Roten" aus der Landeshauptstadt.

Der Sportplatz "Am Mühlenberg" ist die sportliche Heimat der JFV Hannover United und des SC Wedemark. Drei Plätze gibt es hier, allesamt mit Naturrasen. Der Hauptplatz ist zudem von einer Laufbahn umgeben. Ausgebaut ist keine der drei Spielflächen. Das Vereinsheim bildet das Zentrum der Anlage, näher drin war ich jedoch nicht. Auch, weil es nach dem Spiel wieder direkt auf die Straße ging.


SV Kutenhausen/Todtenhausen vs. Osnabrücker SC
5:2 (2:2)
Testspiel, Deutschland
Sportplatz Kutenhausen, Minden
20 Zuschauer


Denn nach dem morgendlichen Spiel in der Wedemark wartete das Testspiel der Damen im Mindener Dunstkreis. Eine Stunde fuhren wir von Wedemark nach Kutenhausen über die A2 und durch Minden, eine Dreiviertelstunde vor dem Anstoß waren wir am Platz. Es lief runder als gedacht. Bereits im Sommer spielten wir hier ein Testspiel, an der Anlage hat sich seitdem nichts getan. Das Match am Sonntag verloren wir am Ende etwas zu hoch, dennoch gehen wir mit einem zufriedenen Grinsen vom Platz. Denn die Trainingswochen waren hart, der Kraftverlust normal und die Niederlage beim Westfalenligisten SVKT kein Beinbruch.

Sonntag geht der "Testspielterror" weiter. Dann geht es zum TuS Büppel.

Thema: Was wird aus dem BVC?
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27.02.2019 18:53 Forum: Fußball Allgemein

Das ist so. Die Bundesligisten bekommst du nur über Agenturen. Es sei denn, da kennt jemand jemanden, der wieder jemanden kennt. Kennt man ja... :-)

Wie wäre es denn mit einem Vorbereitungsturnier mit "alten Rivalen und Weggefährten"? Kickers Emden, BW Lohne, SV Meppen, Atlas Delmenhorst, SV Wilhelmshaven oder vielleicht auch den FC Oberneuland oder Bremer SV? Es gibt doch im Cloppenburger Umkreis einiges an guten Klubs.

Thema: Groundhopping an der Basis
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23.01.2019 18:32 Forum: Andere Fotos

Sonntag, mal eben nebenberuflich nach Dortmund? Aber klar! Gerne nahm ich das Angebot der Zeitung wahr und machte mich auf den Weg zum Auswärtsspiel des BV Garrel in der dritten Handballliga nach Dortmund. Das Spiel begann erst um 18:00 Uhr, zuvor war also noch eine Menge möglich. Eine Möglichkeit: die Stadionsammlung aufpolieren. Gesagt, getan – Spielpläne gecheckt und ab dafür.

Das erste Spiel des Tages sollte um 13:00 Uhr im Dortmunder Stadtteil Schüren steigen. Der BSV Schüren sollte zum Testspiel die Mannschaft vom SV Sodingen empfangen. Das Spiel fand auch statt, allerdings zwei Stunden später. Vor Ort erfuhr ich erst nach eigener Recherche von der Verlegung. Blöd gelaufen, aber das passiert und gehört irgendwie auch zum „Groundhopperleben“ dazu. Dennoch: der Platz des BSV Schüren kann sich sehen lassen und wird bei nächster Gelegenheit gekreuzt. Ein paar Stufen befinden sich entlang einer Längsseite, in der Mitte sind diese überdacht und gekickt wird, wie so oft in Dortmund, auf Kunstrasen. Nach kurzem „Spotten“ der Anlage begann die Suche nach einer Alternative. Und die fand sich im Stadtteil Renninghausen.

FC Brünninghausen II vs. TuS Kruckel II
1:0 (0:0)
Testspiel, Deutschland
Stadion „Am Hombruchsfeld“, Dortmund
30 Zuschauer


Vorbei am wunderschönen Bereich um den Phönixsee mit einer überragenden Aussicht (erstes Foto, wer richtig guckt findet sogar das Westfalenstadion), vorbei am Westfalenstadion und nach kurzem Schlenker über Hombruch erreichte ich das Stadion „Am Hombruchsfeld“ nach gut zwanzig Minuten Fahrt. Im Schatten der „Robert-Koch-Realschule“ liegt das Stadion des FC Brünninghausen. Die erste Mannschaft spielt in der Oberliga Wesfalen, am Sonntag traf die zweite Mannschaft auf den TuS Kruckel II zum Testspiel. Eintritt wurde bei dem Duell der beiden „Zweiten“ nicht erhoben und so betrat ich die Anlage in freudiger Erwartung meines nächsten „Kreuzes“. Das Spiel war bereits angepfiffen und lief, dennoch hatte ich zum Zeitpunkt meiner Ankunft noch nichts Wesentliches verpasst. Mein Weg führte mich ins schöne Vereinshaus des FCB, dort gab es Kaffee (1.-€ der Becher) und ein nettes Plätzchen im Wintergarten. Auf dem Kunstrasen tat sich bis zur Pause auch nichts. Erst nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel besser und Brünninghausen traf zum Endstand. Etwa vierzig Zuschauer waren dabei, Stimmung gab es wie erwartet keine. Was es aber gab war eine ganz nette Anlage: das Stadion „Am Hombruchsfeld“ ist eine Anlage mit Laufbahn und kann neben dem Vereinshaus auch mit einer kleinen Tribüne punkten. Zudem sorgen vier Lichtmasten für ausreichend Sicht bei Dunkelheit. Das Stadion ist zudem komplett videoüberwacht.

Der erste Ground war gemacht. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Es ging zurück ins Auto, zurück in den Südosten und ab nach Benninghofen.

Hörder SC vs. ASC 09 Dortmund II
2:1 (1:0)
Testspiel, Deutschland
Sportplatz Benninghofen, Dortmund
50 Zuschauer


Durch meinen späteren „Zielort“ Hacheney und vorbei am Goystadon (Heimat des VfL Hörde) erreichte ich den Sportplatz Benninghofen an der Hüttenhospitalstraße in gut einer Viertelstunde. Das Auto wurde an der Straße geparkt. Am Eingang die erste Überraschung: ein älterer Herr wartete auf Zuschauer und es schien, als würde man tatsächlich für das Testspiel zwischen dem Hörder SC und dem ASC Dortmund II Eintritt nehmen. Doch dem war nicht so: der Herr war ein Mitarbeiter des HSC und sorgte einfach dafür, dass Straße und Eingang nicht zugeparkt werden. Das Spiel wurde mit Betreten der Anlage angepfiffen und schnell war klar, dass der ASC eine mit vielen Spielern der Oberligamannschaft verstärkte „Zweite“ nach Hörde geschickt hat. Auch hier ging mein erster Weg ins am Platz gelegene Vereinshaus, auch hier musste erst ein Kaffee her. Und auch hier gab es den Becher für einen schmalen Euro. Dazu gab es eine Currywurst für 2.-€, ein bisschen „Ruhrpottfeeling“ muss einfach sein. Das Spiel war temporeich und gut anzusehen, Hörde nutzte seine Chancen besser und gewann am Ende verdient mit 2:1. Auch hier wurde auf Kunstrasen gespielt und neben dem Vereinshaus mit Funktionsgebäude und einer Flutlichtanlage hat der Sportplatz Benninghofen noch drei Stufen entlang einer Längsseite zu bieten. Das war es dann auch.

Den Abpfiff erlebte ich schon im Auto, denn ich wollte noch vor Anbruch der Dunkelheit einen „Revisit“ vor dem Abriss einer durchaus bekannten Anlage vornehmen. Es ging zurück nach Hacheney, das Ziel lag an der Hacheneyer Straße und ich war voller Hoffnung, einen Ascheplatz mit gutem Ausbau vorzufinden. Vor Ort gab es die brutale Ernüchterung: ein Bauzaun und ein Sicherheitsdienst riegelten den Sportplatz Hacheney ab, vom Platz ist fast nichts mehr zu sehen. Weshalb gerade der Sportplatz Hacheney so bekannt ist? Der SSV Hacheney war Teil der Serie „Helden der Kreisklasse“ (https://www.youtube.com/watch?v=sAI-GuenXjU). Die Sendung lief auf dem Sender „Kabel 1“ und war von 2004 bis 2006 fester Bestandteil nicht nur meiner Lebenszeit. Und heute? Der SSV Hacheney ist Geschichte, der Klub aufgelöst und aus dem Register gelöscht. Nichts ist mehr übrig vom „Ruhm“ alter Tage. Lediglich das 2015 durch ein Feuer zerstörte ehemalige Vereinsheim des SSV steht noch und ist trauriger Zeuge des Untergang des Klubs. Die Sportanlage wird nun zu einem Leichtathletikstadion umgebaut und schon bald wird nichts mehr von den ehemaligen „Helden der Kreisklasse“ übrig sein.

Für mich ging es weiter in die Sporthalle Hacheney zum eigentlichen Grund meiner Reise. Nur wenige Minuten waren es mit dem Auto und nach einem kurzen Blick auf das ehemalige Gasometer und den Hochofen der Zeche „Phönix“ begann die vorletzte Etappe.

Borussia Dortmund II vs. BV GarrelI
29:27 (14:13)
3. Liga West, Handball Frauen, Deutschland
Sporthalle Hacheney, Dortmund
150 Zuschauer


Nur wenige Minuten sind es von der ehemaligen Sportanlage des SSV Hacheney zur Sporthalle Hacheney. Diese liegt etwas versteckt neben dem Berufskolleg Dortmund, ebenfalls an der Hacheneyer Straße. Geparkt werden kann direkt neben der Halle. Die Sporthalle Hacheney ist nichts spektakuläres und ich fragte mich nach dem Betreten ernsthaft, weshalb das Ding die Anforderungen für die dritte Liga erfüllt. Ein paar wenige ausgezogenene Sitzbänke entlang einer Längsseite – das war's auch schon mit dem Ausbau. Wie dem auch sei: es schent ja zu klappen. Für mich war es Sonntag das fünfte Ligaspiel der BVG-Handballerinnen, das erste Auswärtsspiel und die Begrüßung von Team und Fans war überraschend herzlich. Gut zwanzig Fans nahmen den Weg aus Garrel mit auf sich, insgesamt wurden im Laufe des Abends 150 Zuschauer verkündet. Die Stimmung war dafür überraschend gut: immer wieder hallten Sprechchöre durch die Halle, auch auf Seiten des BVB gab es eine kleine Gruppe aktiver Fans. Für den BVG sollten weitere Punkte herausspringen – am Ende stand eine sehr unglückliche und nicht verdiente 29:27-Niederlage zu Buche. Fünf schlechte Minuten brachen dem BVG das Genick.

Bilder und Artikel geliefert, mit einigen Garrelerinnen und Garrelern ein paar Worte gewechselt und ab ins Auto – der Rückweg lief flüssig. Ohne Vorkommnisse , abe afür mit drei neuen „Kreuzen“ auf der Liste, ging es zurück.

Thema: Was wird aus dem BVC?
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27.12.2018 15:06 Forum: BVC 1. Herren

Imke Wübbenhorst als neue Trainerin des BVC zu präsentieren war ein guter, mutiger und vor allem richtiger Schritt. Der BVC muss gerade in der jetzigen Situation schauen, dass man sich finanziell nicht noch eine "Baustelle" in Haus holt und man dennoch kompetentes Personal bindet. Das ist den Verantwortlichen mit dem Schritt gelungen.

Den Hype um die ganze Geschichte verstehe ich allerdings nicht. Auf der einen Seite ist es das Normalste der Welt wenn Herren Mannschaften im Damen- oder Juniorinnenbereich trainieren. Auf der anderen Seite soll es aber etwas besonderes sein, wenn nun eine Frau eine Herrenmannschaft trainiert? Sorry, wir leben in 2018 und längst sind Frauen ebenso viel "wert" wie Männer. Und das ist auch gut so!

Wenn Thorsten Bünger nicht unter einer Frau arbeiten möchte dann ist das in erster Linie seine Entscheidung. Nachvollziehen kann ich das allerdings auch überhaupt nicht. Wie gesagt, wir haben (noch) das Jahr 2018...

Ich wünsche dem BVC und vor allem Imke Wübbenhorst nun eine ruhige Zeit und ein gutes Gelingen in der restlichen Saison. Das Ziel "Klassenerhalt" ist ambitioniert, dennoch rechnerisch nicht unmöglich und wenn es am Ende doch klappt, dann haben alle Seiten zumindest in dieser Sache alles richtig gemacht. Zu wünschen wäre es.

Thema: Unterwegs mit dem OSC...
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12.11.2018 18:59 Forum: Andere Fotos

Und noch ein neuer Ground: in Lüneburg gibt es neben dem Wilschenbruch (mittlerweile völlig von der Bildfläche verschwunden) weitere schöne Anlagen. In einer dieser spielt Aufsteiger Eintracht Lüneburg.

SV Eintracht Lüneburg vs. Osnabrücker SC
1:2 (1:1)
Oberliga Niedersachsen Frauen, Deutschland
Siegfried-Körner-Stadion, Lüneburg
50 Zuschauer


Es war der längste Ritt der Saison: einmal quer durch das Bundesland, etwa 270km beträgt die einfache Strecke vom OSC zur Eintracht. Drei Stunden fuhren wir über die A1 und die A39 bis zum Stadion im Lüneburger Stadtteil Häcklingen. Am Häcklinger Weg liegt das Siegfried-Körner-Stadion, Heimat des SVE Lüneburg.

Wenn man auf morderne Anlagen mit viel Komfort, überdachten Plätzen und Logen steht dann ist man hier absolut falsch. Das SKS ist eine in die Jahre gekommene Anlage, die dem Autor dieser Zeilen aber vollumfänglich gefiel und das Herz des Fußballtraditionalisten aufgehen lässt. Sandige Stehplätze, kaum Dach, nah am Platz und völlig ohne Komfort - Fußball an der Basis kann so schön sein! Ausgebaut ist das Stadion an allen vier Seiten: mindestens zwei Stufen umrunden den Platz, an einigen Stellen gibt es oberhalb von oder auf diesen Sitzplätze in Form von Schalensitzen oder Parkbänken - auf der Hauptseite bietet das Vordach des großen Vereinsheims mit Funktionstrakt die einzige Überdachung. Unter dieser findet sich auch das Catering: Bratwurst und Kuchen gab es neben Getränken. Zurück zum Stadion: eine einfache Bande trennt Fans vom Platz, einige Graffitis zieren die Anlage und sechs Lichtmasten leuchten das Stadion aus. Die Hütte ist durchaus ein Schmuckstück und wusste zu gefallen. 2.-€ zahlt man an der Kasse für ein Ticket bei der Eintracht - egal ob beim Damen- oder Herrenfußball. Ermäßigungsberechtigte zahlen die Hälfte.

Wir reisten als Tabellenzweiter zum Aufsteiger und gingen als Favorit ins Spiel. Dieser Rolle wurden wir in vielen Phasen des Spiels gerecht, wir hatten aber auch einen schwer zu bespielenden Gegner. Am Ende gewannen wir knapp.

Den Abend verbrachten wir aufgrund der räumlichen Nähe in der schönsten Stadt Deutschlands: ein Abendessen im Hamburger Hafen ist wie ein Kurzurlaub und wir nahmen das als Team in einem Wirtshaus direkt an den Landungsbrücken gerne mit.

Anbei habe ich euch ein paar Bilder angehängt - viel Spaß beim Stöbern!

Thema: Was wird aus dem BVC?
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01.11.2018 19:18 Forum: Fußball Allgemein

@Schwarz und Weiß:
Ohne irgendwem nahe treten zu wollen: Du glaubt, dass was in der Zeitung steht ist die absolute und einzige Wahrheit? Sorry, aber dann glaubst du auch, dass das Ordnungsamt deine Küche aufräumt.

Man muss sich nicht zwingend von einem Bereich trennen. Es braucht aber Transparenz und absolut nachvollziehbare Schritte auf allen Seiten. Nicht wenige Klubs haben neben den Frauen auch eine gute Herren- und Jugendabteilung. Und da möchte ich die Wirtschaftsunternehmen aus München, Wolfsburg, Hoffenheim und wie sie alle heißen ausklammern. Denn auch "an der Basis" gibt es viele Vereine die seit Jahren oder Jahrzehnten "dreigleisig" fahren ohne die Karre im Mist zu versenken.

Doch das wird beim BVC, solange wie dieser "Notvorstand" im Amt ist, nicht klappen. Denn wie ich schon mal erwähnte: solange die Selbstdarstellung passt, ist doch alles in Butter.

Thema: Was wird aus dem BVC?
Rubbel99

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25.10.2018 18:54 Forum: Fußball Allgemein

Was soll auch passieren oder was soll sich ändern? Solange die Selbstdarstellung wichtiger ist als das Wohl und das Ansehen des Klubs tut sich da gar nichts. Und genau das ist mein derzeitiger Eindruck.

Aber hey: die Frisur sitzt, die Rolex blinkt und das Hemd ist gebügelt. Könnte schlimmer...

Thema: Saison 2018/2019
Rubbel99

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12.10.2018 15:32 Forum: BVC 1. Herren

Als Außenstehender und ehemaliger, langjähriger Kicker (insgesamt sechzehn Jahre) bekomme ich bei den derzeitigen Entwicklungen des Klubs mehr als nur Bedenken.

Der Notvorstand, den es seit der letzten Mitgliederversammlung gibt, ist weiter reduziert und wahrscheinlich nicht mehr handlungsfähig. Genaueres würde die Vereinssatzung hergeben, allerdings ist diese nirgends, nicht einmal auf der offiziellen Website, zu finden. Die angesagte Transparenz im Verein, die es geben und mit der Installation eines Pressesprechers auch umgesetzt werden sollte, ist leider nichts als leere Worte. Denn von Transparenz kann man beim BVC keinesfalls sprechen.

Es gleicht einem "Schmierentheater", was derzeit an der Friesoyther Straße passiert. Keiner weiß, wie es um den Verein steht. Mitglieder und Öffentlichkeit werden im Dunkeln gelassen oder Vertröstet, Nachfragen werden ausgewichen oder erst gar nicht beantwortet. Es wirkt, als wolle der Notvorstand seine Interessen und Ideen durchboxen wollen, ohne auf Widerstand oder Einwände seitens der Mitglieder stoßen zu können. Meiner Meinung nach hat der Notvorstand seinen Job verfehlt und gehört schnellstens abgelöst.

Selbst das Finanzierungskonzept ist besser gehütet als der amerikanische Präsident im weißen Haus. Keiner weiß, wo welche Gelder landen oder welche Mittel es überhaupt gibt. Was nach außen dringt ist, dass die Herren und die Jugend von den Mitteln wohl am Wenigstens sieht.

Der Verein wird im Jahr 2019 sagenhafte 100 Jahre alt - davon können andere "Vereine" derzeit nur träumen. 100 Jahre voller Tradition und Erfolge im HERRENfußball. Jahrelange Zugehörigkeit zur vierthöchsten Liga in Deutschland, dazu internationale Testspiele auf höchstem Niveau und, zur Krönung, der Niedersachsenpokalsieg 2006. Jahrelang gab es eine ebenfalls hochspielende "Zweite" - viele Spieler kamen gerne wegen einer guten Perspektive und einem tollen Umfeld zum BVC. Und jetzt? Der Verein schafft sich selber ab und ist auf dem besten Weg in die völlige Versenkung. Der Herrenfußball steht seit Jahren auf dem absteigenden Ast - alleine vom Frauenfußball wird sich der Klub nicht halten können. Dazu fehlt in der breiten Öffentlichkeit das Interesse.

Vor gut zwölf Jahren war der BVC noch eine Marke, ein Aushängeschild im Oldenburger Münsterland und über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Jetzt ist der BVC nur noch einer von vielen - von vielen auch nur noch belächelt und von vielen abwertend gesehen. Die Tradition wird stetig zerstört, nichts ist mehr geblieben vom damaligen Glanz der "Zebras".

Es ist an der Zeit für einen radikalen Schnitt und eine Neuausrichtung als Gesamtverein. Gleiches Recht, gleiche Anteile und vor allem gleiche Voraussetzungen für alle - egal ob schwarz oder weiß, egal ob dick oder dünn und vor allem - egal ob männlich oder weiblich!

Denn wahre Größe ist: Fehler einzugestehen, daraus zu lernen und Konsequenzen zu ziehen!

Thema: HSV Barmbek-Uhlenhorst vs. SV Rugenbergen
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HSV Barmbek-Uhlenhorst vs. SV Rugenbergen 04.10.2018 21:39 Forum: Andere Fotos

3:2 (0:1)
Landespokal Hamburg, Deutschland
Stadion an der Dieselstraße, Hamburg
500 Zuschauer


Die Anfield ist tot – es lebe die Anfield! So oder so ähnlich könnte man einen Spielbesuch beim Hamburger Sportverein Barmbek-Uhlenhorst (kurz HSV BU, ab jetzt nur noch BU) beschreiben. Der Klub ist Kult, der Klub musste seine Heimat aufgeben und der Klub hat das weggesteckt. Gestern ging es im Pokal gegen Rugenbergen.

HSV Barmbek-Uhlenhorst – nicht nur für die BVCer ein bekannter Name. 2004 und 2005 traf man sich in der damaligen Oberliga Nord, die BVC-Fans erlebten die Barmbeker Anfield und kamen in den Genuss einer Kultstätte. Die Zeiten sind vorbei. Leider. BU kickt weiter in der Oberliga, diese ist nun fünftklassig. Doch Kult ist der Klub immer noch und steht Vereinen wie Altona 93, dem SC Victoria oder dem erst seit wenigen Jahren auf der Bildfläche flimmernden HFC Falke in nichts nach. Der Hamburger Amateurfußball ist klasse und erlebenswert. Und deswegen ging es gestern in die Hansestadt.

Der Feiertag sorgte für einen kompletten Pokalspieltag in Hamburg, im Landespokal stand die vierte Runde an. Und in eben dieser traf BU auf den Ligakonkurrenten SV Rugenbergen. Früh morgens ging es los, nach zwei Stunden erreichte ich die schönste Stadt Deutschlands. Der erste Weg führte mich an die Kollaustraße zum Training des FC St. Pauli. Wie heißt es doch so schön: erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Neben dem Besuch bei BU stand ein weiteres Spiel auf dem Programm, das allerdings wurde abgesetzt und wird in der kommenden Woche nachgeholt. Shit happens!

Von der Kollaustraße ging es relativ direkt nach Barmbek. Einmal quer durch die Stadt, vorbei am Stadion Hoheluft, dem Messegelände und der Alster brauchte ich knapp eine halbe Stunde bis zur Steilshooper Straße 216. Die Adresse stand mal für einen der für moch schönsten Plätze im Hamburger Fußball: den Wilhelm-Rupprecht-Platz. Oder wie man bei BU sagt: die Barmbeker Anfield. Dort, wo einst ein enger und traditionsreicher Platz mit einigen Stehtraversen und Schalensitzen stand befindet sich nun eine Großbaustelle. Dort, wo einst bis zu 5.000 Fans hinpilgerten, pilgern bald Bürohengste zu ihrer Arbeit. Dort, wo früher Geschichte geschrieben wurde werden künftig wohl nur Rechnungen geschrieben – von der Barmbeker Anfield ist nichts mehr übrig. Nicht einmal der Parkplatz. Am 31.05.2015 spielte BU ein letztes Mal hier, gewann vor ausverkauftem Haus gegen Altona 93 mit 3:0 und sorgte so für einen versöhnlichen Abschied. Ich durfte die Barmbeker Anfield 08.05.2015 ein letztes Mal erleben – mit dem BVC gewannen wir damals 2:0. (Danke an BVC-Alf!) Das Stadion ist weg, die Erinnerungen bleiben. Es sind schöne Erinnerungen...

Doch ähnlich wie BU geht es vielen anderen Anlagen auch. Die Hamburger Stadienlandschaft hat sich in den letzten Jahren mächtig verkleinert und viele traditionsreiche Spielstätten sind gegangen. Und das für immer. Bespiele gefällig? Die Jonny-Afert-Anlage vom SV Lurup musste ebenfalls einem Gebäudekomplex weichen und das Stadion Marienthal vom SC Concordia diente mitunter auch als Flüchtlingsunterkunft. Von letzterem steht jedoch noch die Haupttribüne – der Rest ist bereits abgerissen. Und auf Dauer wird auch die Tribüne attraktiven Bauplätzen weichen müssen. Lurup hat einen neuen Sportpark bekommen, „Cordi“ kickt auf der Anlage des Wandsbeker TSV in Jenfeld. Und auch BU bekam eine neue Heimat.

Das Stadion an der Dieselstraße oder auch „Barmbek New Anfield“ genannt. BU verfügt unweit des alten Standortes über ein echtes Schmuckstück: das Stadion ist komplett ausgebaut. 2015 eröffnet bietet das Stadion an der Dieselstraße 3.000 Besuchern Platz. Für 6.-€ bekam ich an der Tageskasse mein Ticket für Fußball „Mitten in Barmbek“. Schon das Umfeld kann sich sehen lassen: von den Parkplätzen an der Bramfelder Straße kommend begrüßen einige schöne Graffitti den Besucher und machen Lust auf mehr. Im Stadion geht dieses Gefühl nahtlis weiter. Denn der Stadionfetischist findet entlang der Hauptseite eine überdachte Tribüne mit sieben Sitzreihen und dem darüberliegenden Vereinsheim inkl. Geschäftsstelle. Im Innern des Vereinsheims lebt die Geschichte weiter: die Flure sind ein kleines Vereinsmuseum und lassen viele Erinnerungen aufleben. Rechts und links der Tribüne gibt es jeweils zwei nicht überdachte, aber mit sechs Stufen ausgebauten Stehblöcke. Einer dieser ist die Heimat der BU-Fans. Rundherum lädt zudem eine Stehtraverse zu Verweilen ein. Flutlicht und eine digitale Anzeigentafel runden das Bild ab – gespielt wird auf Kunstrasen. Und auch die alte „Anfield“ lebt hier weiter: über dem BU-Block ragt das alte Eingangsschild vom „Wilhelm-Rupprecht-Platz“, zudem sind die Gitter zu den Katakomben aus dem alten Stadion mitgenommen.

Sehen lassen konnte sich aber auch das Catering. „Mein letztes Geld geb ich für Fußball aus – für Barmbek-Uhlenhorst“ heißt es in der Vereinshymne und wenn mein Sättigungsgefühl nicht dazwischen gekommen wäre dann wäre eine finanzielle Schieflage nicht ausgeschlossen gewesen. Am Grill beginnt das Paradies: Bratwurst (2,50 €), Krakauer (2,80€), Steakbrötchen (3.-€) oder Leberkäse im Brötchen (3.-€), Brezeln (1,50 €) oder Jalapeno-Wurst (2.-€) lassen kaum Wünsche offen. Und wenn es mal klemmt im Hals findet man direkt nebenan das Brett mit „Spülmittel“. Kaffee (1,50€), Softdrinks (0,5L für 2,50€), Bier (Holsten, 0,4L für 2.-€) oder Weizen (0,5L für 3,50€) sorgen für den nötigen „Flutsch“ im Dunstkreis der Stimmbänder.

Das Spiel war durchaus unterhaltsam. BU gewann am Ende mit 3:2 und zog in die nächste Runde ein. Unterhaltsam war auch das Drumherum: kaum im Stadion angekommen machte man bereits bekannte Hopper aus allen Himmelsrichtungen aus. Die Zeit wurde gemeinsam verbracht, verquatscht und genossen. Die akustische Untermalung der Hopperromantik kam aus der BU-Kurve: die Fanszene der Blau-Gelben lebt und machte über die gesamte Spielzeit ordentlich Rabatz und Gepöbel. Klein aber fein – ähnlich wie CLP hat auch BU seinen harten Kern. Aus Rugenbergen vernahm man nur nach den Toren ein paar Fans.

Nach dem Spiel ging es für mich in den Hafen, auf den Kiez und in die Schanze. Der Tag wurde bei gutem Essen, kalter Kiezmische und netten Gesprächen beendet, im Sonnenuntergang ging es zurück in die Heimat. Hamburg, wir sehen uns spätestens am 01.12. wieder. Dann heißt das Ziel: Millerntor.

Ein Video vom letzten Spiel an der alten "Barmbeker Anfield" findet ihr hier:
https://www.youtube.com/watch?v=rz5arvyf6zw

Anbei findet ihr einige Bilder der "Anfield 2.0". Mitten in Barmbek!

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