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Rubbel99
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Borussia Dortmund vs. Hamburger SV Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

3:0 (1:0)
1. Bundesliga, Deutschland
Westfalenstadion, Dortmund
81.360 Zuschauer (ausverkauft)


Dortmund – die Bierstadt im Ruhrgebiet hat viele Facetten und einiges zu bieten. Knapp 600.000 Menschen wohnen in Dortmund, Touristen kommen zu Shoppen hier her, Urlauber fliegen von Dortmund aus in die Welt und neben der Universität kennt man Dortmund vor allem wegen seiner Brauereien. Und wegen dem Fußballclubs: Ballspielverein Borussia Dortmund von 1909.

Gestern Abend zum Spiel gegen den Hamburger SV waren auch wir im Westfalenstadion und hatten das Glück, dass gute Freunde von uns im Urlaub sind und uns ihre Dauerkarten zur Verfügung stellten. Im normalen Vorverkauf hatten wir bisher kaum eine Chance an bezahlbare Karten zu kommen, die gestrige Chance nahmen wir gerne an. Und so verließen wir um drei Uhr am Nachmittag die Hasestadt Osnabrück. Über die A1, die A44 und die B1 erreichten wir Dortmund in unter achtzig Minuten und mussten uns erstmal durch den sehr zähen Stadtverkehr bewegen. Wir hatten den Beginn des Berufsverkehr erwischt und kamen nur langsam voran. Die Vorfreude auf den Abend überwog, den Zeitverlust nahmen wir gerne an. Gegen 17:00 Uhr bogen wir auf den Parkplatz A4 an den Westfalenhallen ab, tauschten sieben Euro gegen einen Parkschein, stellten ab und machten uns auf den Weg ins Stadionumfeld.

In Dortmund lässt sich die Tradition einatmen: Wir begaben uns in den Biergarten im Stadion „Rote Erde“ direkt neben dem Westfalenstadion. Hier hat Borussia Dortmund viele Erfolge gefeiert, das Stadion ist noch immer eine echte Kultstätte und steht zum Glück unter Denkmalschutz. An jedem Spieltag ist das Stadion „Rote Erde“ der erste Anlaufpunkt zahlreicher Fans beider Lager. So auch gestern: Zahlreiche Dortmunder und Hamburger trafen sich auf die ersten Kaltgetränke dort, wo der BVB in den 1960er Jahren seine bis dahin größten Erfolge feierte. Und auch wir kamen indne Genuss des ersten Bieres: 0,4L Brinkhoffs gab es für 3.-€. Bis 1974 spielte Borussia Dortmund hier und noch heute findet sich die „Rote Erde“ im Spielbetrieb: Die U23 des BVB spielt hier ihre Heimspiele in der Regionalliga West, die Kapazität ist jedoch auf maximal 9.999 Zuschauer begrenzt worden. Gut zwei Stunden vor dem Spiel machten wir uns über die Strobelallee und den Turmweg auf den Weg zum Eingang Südost – der Einlass lief flüssig und absolut angenehm.

Als Groundhopper im Herzen des Westfalenstadions zu stehen – eigentlich gehört sich das nicht und auch ich hatte da gestern durchaus meine Probleme mit. Zumindest anfangs. Denn der Abend entwickelte sich zu einem absoluten Highlight. Nach zahlreichen Treppen erreichten wir den Block 84. Und da waren wir nun, inmitten der größten Stehplatztribüne Europas. Die Südtribüne – für viele mehr als nur eine Tribüne. Die Südtribüne steht für leidenschaftliche Hingabe, bedingungslose Unterstützung und wirkt einfach nur mächtig. Etwa 25.000 Zuschauer finden auf der Dortmunder Südtribüne Platz, etwas vergleichbares gibt es in Europa nirgends. Schon neunzig Minuten vor dem Anstoß war hier was los, man traf sich und auch wir kamen schnell in Gespräche mit den Umherstehenden. Wir waren in Zivil auf der Tribüne und fielen inmitten der „gelben Wand“ auf. Doch alles andere als negativ: Wir fühlten uns jederzeit gut aufgehoben und genossen später eine absolut einmalige Atmosphäre. „Ich steh ständig neben Leuten die ich gar nicht kenn, Arm in Arm mit Unbekannt doch die Leute waren nicht fremd“, heißt es in einem Song des Rappers M.I.K.I (https://www.youtube.com/watch?v=7bgS147Tlvg) über Borussia Dortmund. Diese kurze Zeile beschreibt genau das, was wir gestern im Block 84 erleben durften. Gleich mehrfach gab es Gänsehaut: eine halbe Stunde vor dem Spiel schallte „Am Borsigplatz geboren“ durch das Stadion, kurz vor dem Spiel folgten „You'll never walk alone“, die Aufstellung des BVB und „Heya BVB“ - einfach überragend, wenn mehrere zehntausend Fans die Songs mitsingen und für eine grandiose Stimmung sorgen. Die Stimmung blieb während des gesamten Abends mehr als nur gut, das Stadion explodierte zwischendurch richtig und war auch bei den Toren einfach nur brachial. 4.500 Hamburger begleiteten ihre Mannschaft nach Westfalen – geschuldet an meinem Platz auf der Südtribüne konnte ich diese jedoch nur optisch vernehmen. Mit 81.360 Zuschauern war das Westfalenstadion auch gestern Abend wieder restlos ausverkauft.

1974 eröffnet wurde das Westfalenstadion stetig ausgebaut und erweitert. Vom anfänglichen Aussehen ist heute nichts mehr übrig. 81.360 Zuschauer haben derzeit im Spielbetrieb der Bundesliga maximal Platz – damit ist das Westfalenstadion nach dem „Camp Nou“ in Barcelona das zweitgrößte Stadion Europas. Gespielt wird auf Hybridrasen, das Stadion gilt als „Elitestadion“ und ist topmodern. Doch anders als die meisten Betonschüsseln hat Dortmunds Fußballtempel richtig Charme und gefällt mir richtig gut. Komplett geschlossen bietet das Westfalenstadion etwa 28.000 Steh- und 53.360 Sitzplätze. Neben der knapp 25.000 Zuschauer fassenden „gelben Wand“ Südtribüne befinden sich in den Eckblöcken des Unterrangs der Nordtribüne weitere Stehplätze. Die Südtribüne ist einrangig, alle anderen Tribünen haben zwei Ränge. Auf der West- und auf der Ostseite befinden sich zwischen den Rängen die Logen. Vier Videowände informieren über alles wichtige, das Flutlicht ist ins Dach integriert. Das Westfalenstadion ist eine beeindruckende Schüssel, dennoch hat man eine sehr gute Sicht auf die Geschehnisse. Im Umlauf sorgen zahlreiche Stadionkioske für die Versorgung der Zuschauer und auch wir widmeten uns den Getränken. Doch erst mussten wir unser Bargeld in den „Stadiondeckel“ tauschen – auch in Dortmund geht man den Weg des bargeldlosen Zahlens an den Theken. 3,70 € kostet das 0,5L – Brinkhoffs, die Softgetränke sind zwanzig Cent günstiger. Noch günstiger ist das Mineralwasser: 0,5L sind für 3,20 € zu haben.

In mir kamen noch vor dem Spiel die Erinnerungen hoch: Am 02. Mai 1998 war ich erstmals im Westfalenstadion. Das Spiel war das gleiche wie gestern Abend. Borussia Dortmund empfing den Hamburger SV zum 33. Spieltag der Saison 1997/1998. Anders als gestern gewann der HSV das Spiel durch einen frühen Treffer von Hasan Salihamidzic in der erstem Spielminute. Damals standen noch Spieler wie Jörg Butt, Lars Ricken, Stefan Klos, Harald Spöhrl oder Anthony Yeboah auf dem Rasen – ich saß als elfjähriger zusammen mit Papa und Onkel auf der Osttribüne im Oberrang und war damals schon angetan von der überragenden Stimmung in Dortmund. Gestern Abend gewann der BVB nach dominanter Leistung aber eklatanter Abschlussschwäche mit 3:0 (1:0) gegen erschreckend schwache Hamburger.

Wir blieben nach de Spiel noch etwas im Stadion und genossen noch ein wenig die Atmosphäre. Gut eine Dreiviertelstunde nach Abpfiff verließen wir den Parkplatz, kamen flüssig aus der Stadt und waren noch vor Mitternach wieder in Osnabrück.



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